Fächer

Grafikdesign

Konstruktives Zeichnen und Sachzeichnen

Dieses Fach gehört zu den zeichnerischen Grundlagenfächern und wird während des ersten Ausbildungsjahres unterrichtet. Es ist eine wichtige Voraussetzung für das weiterführende Naturstudium sowie für alle freien zeichnerischen Arbeiten.

Die Schüler lernen, das Sehen, Verstehen und "Übersetzen" der wahrgenommenen dreidimensionalen Welt in eine zweidimensionale Zeichnung zu übertragen. Sie werden systematisch an das linear-konstruktive Zeichnen herangeführt, welches allein auf eine nachvollziehbare Abbildung der Konstruktion eines Gegenstandes zielt.

Hierbei stehen das Erfassen der genauen Proportionen und der richtigen Perspektive im Vordergrund. Die Darstellung von Oberfläche und Materialität spielt noch keine Rolle. Erst wenn das Grundgerüst eines Objektes perspektivisch und proportional richtig angelegt ist, können die beobachtete Materialstruktur und die Licht/Schatten-Effekte überzeugend und wirkungsvoll darüber gelegt werden.

Die Grundlagen des perspektivischen Zeichnens sowie der Schattenkonstruktion werden schrittweise vermittelt. Beginnend mit einfachen Körpern (z. B. Würfeln), an denen die Gesetzmäßigkeiten der Perspektive erklärt und geübt werden, erarbeiten sich die Schüler nach und nach immer komplexere Gegenstände und schulen so ihre Wahrnehmungs- und Darstellungsfähigkeit.

Im besten Fall sind sie letztlich in der Lage, nicht nur richtig abzuzeichnen, sondern auch eigene Vorstellungen und kreative Ideen verständlich abzubilden.

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Naturstudium und freies Zeichnen

Die Natur studieren heißt, mit sensibler Beobachtungsgabe das Gesehene anschaulich darzustellen. Um die Auszubildenden in dieser Fertigkeit voran zu bringen, werden in diesem Fach verschiedene Darstellungstechniken aus zeichnerischen und malerischen Bereichen vermittelt.

Jeweils in enger Verbindung mit vorangestellten kunstgeschichtlichen Betrachtungen von Künstlertechniken und Werkbeispielen werden spezifische Anleitungen gegeben. Ebenso Lerninhalt ist die Schulung eines eignen Verständnisses kompositorischer Prinzipien. Anhand der ausführlichen Betrachtung angefertigter Arbeiten werden gestalterisches Analysieren und Urteilen gefestigt.

Ein besonderer Fokus in diesem Fach liegt auf der freien Darstellung. Durch die Erprobung vieler Techniken die aus der Betrachtung der Kunst der Moderne bekannt sind, werden die Auszubildenden mit den reichhaltigen Facetten der zwei- und auch dreidimensionalen Gestaltung bekannt gemacht. So werden diverse Aufgaben aus den Bereichen Mixed Media, Pop Art und sogar Land Art bearbeitet und beispielsweise Anleitungen zum Malen mit selbst hergestellten Farben gegeben. Ziel ist es, den Auszubildenden eine möglichst reichhaltige Palette an manuellen Techniken zu vermitteln, welche durchaus in der späteren beruflichen Praxis zum Einsatz gelangen können.

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Freies und illustratives Zeichnen

Dieses Fach, welches auf den Kenntnissen des konstruktiven Zeichnens sowie des Naturstudiums aufbaut, wird über die gesamte zweijährige Ausbildungszeit unterrichtet.

Beim freien und illustrativen Zeichnen geht es um die Veranschaulichung und Visualisierung eines bestimmten Anliegens.

Die Schüler lernen frei mit ihrem grafischen Handwerkszeug zu arbeiten und dieses bewusst und zielgerichtet einzusetzen. Sie sollen in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen (Gedichtinterpretation, Karikatur, Infografik usw.) und Techniken (Farbgrafik, Collage, Computergrafik usw.) ihren eigenen grafischen Ausdruck und Stil finden.

Wichtig sind das Verstehen und das Verständlich machen des jeweiligen Sachverhalts sowie das Suchen und das Finden einer persönlichen Interpretation, die in einer eigenständigen Bildidee mündet. Die Bandbreite der Illustrationen reicht dabei vom dekorativen Element bis hin zum Transport komplexer Inhalte.

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Akt- und figürliches Zeichnen

Wie stelle ich einen menschlichen Körper dar? Wie ist das mit seinen Proportionen?

Solche und andere Fragen stehen im Mittelpunkt dieses einjährigen Unterrichtes, mit dem ihr praktisches Terrain betretet.

Das Studieren der menschlichen Figur in ihrer Ganzheit und ihren anatomischen Details ist eine tolle Herausforderung und mit einiger Übung auch kunstfertig auf dem Papier festzuhalten. Dies gelingt besonders durch eine hohe Plastizität, welche durch das spannende Gestalten von Flächen erlangt wird.

Verschiedene Mal- und Zeichentechniken und die Einhaltung der Gesetze der Gestaltung verhelfen euch zu guten Voraussetzungen bei der bildhaften Übertragung . Ebenso werdet ihr in der Lage sein, nach eurem individuellen Ausdruck in Studienblättern und großformatigen Arbeiten zu suchen. Dabei fertigt ihr qualitativ hochwertige Porträts, Hand-, Akt- und Bewegungsstudien an.

Daneben beschäftigt ihr euch mit Farbe, Kontrasten und verschiedenen Techniken (z. B. Schraffuren, Aquarelltechnik, Collage), die es euch bestens ermöglichen werden, verschiedene Gestaltungsaufgaben in der Ausbildung und später im Beruf kreativ lösen zu können.

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Grafische Ausführungstechniken

Im ersten Jahr der Ausbildung zum Grafikdesigner gehört GAT zu den Grundlagenfächern. Den Schülern werden unterschiedliche grafische Techniken vermittelt, die in den Einsatzgebieten von designrelevanten Darstellungen bis hin zur Illustration erprobt werden können.

Als weiterer Bestandteil dienen die Gestaltungsgesetze der bewussten Anwendung in Aussage und visueller Wirkung von Bildkompositionen. Durch kontinuierliches Arbeiten schulen die Lernenden ihre Fähigkeit zu guten flächigen Kompositionen, zur Abstraktion von Ausdruck und Darstellung, als auch zur Präzision in Ausführung und Präsentation.

Beschäftigungen mit Werken der Kunstgeschichte sind ebenso Inhalt wie Perspektive, grafische Schraffuren und das Ordnen von dargestellten Objekten. So erlernen die Schüler vielfältige Grundlagen zur Anwendung im Grafikdesign.

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Farblehre

Farblehre gehört zu den Grundlagenfächern bei der Ausbildung zum Grafikdesigner. Es wird nach dem ersten Jahr abgeschlossen.

Über die Beschäftigung sowohl mit farbpsychologischen als auch synästhetischen Aspekten wird ein Verständnis für die visuelle Farbwahrnehmung und die bewusste Anwendung von Farbe im Design geschult.

Vertieft werden die Erkenntnisse über praktische Übungen zu realen Farbwirkungen und durch Farbanalysen in den Bereichen Werbung und Kunst.

Dabei sensibilisieren die Schüler beim Mischen von Temperafarben oder der Auswahl aus vielen Nuancen ihre Wahrnehmung. Sie lernen so auch im Farbbereich das Unter- und Überordnen auf der Fläche.

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Rechnergestützte Präsentation

Im Fach Rechnergestützte Präsentation müssen die Schüler thematisch wechselnde fiktive Kommunikationsaufträge konzeptionell erarbeiten und mit den entsprechenden Computerprogrammen umsetzen.

Möglichst eigenverantwortlich realisieren die Schüler originelle und zweckdienliche Lösungen. Dabei soll die kreative Ideenfindung allein erfolgen.

Typische Kommunikationsaufträge wären z.B. die Entwicklung von Zeichen und der Umgang mit Zeichensystemen, die Entwicklung von Signets und Erscheinungsbildern, die Entwicklung von Layouts, Gestaltung von Anzeigenkampagnen, Plakaten und Verpackungen.

Vermittelt werden also die Grundlagenkenntnisse, über die Druckvorstufe und das spannungsvoll und selbstbewusste Präsentieren.

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Projektarbeit

Das Fach Projektarbeit beinhaltet vier eigenständige Projekte mit existierenden Firmen oder Institutionen aus der Region.

Dieses Fach wird im zweiten Ausbildungsjahr unterrichtet und dient zur Vorbereitung auf die Abschlussarbeit.

Die Projekte umfassen sowohl freie Gestaltungsaufgaben als auch die Entwicklung von Corporate Designs. Die Schüler werden mit den Forderungen und Wünschen eines realen Auftraggebers konfrontiert, denen sie sich stellen und mit ihren Arbeiten gerecht werden müssen. Damit ist größte Praxisnähe gegeben.

Ziel ist es, je nach Aufgabe, funktionale, originelle und eigenständige Ideen mit hohem Wiedererkennungswert zu entwickeln und diese in Prototypen von ansprechender Qualität umzusetzen. Hier können und müssen die Schüler all ihre gesammelten Kenntnisse und Fertigkeiten einsetzen.

Jedes Projekt endet mit einer Präsentation der einzelnen Schülerarbeiten vor dem Auftraggeber und der Abgabe einer Dokumentation. Die besten Arbeiten werden prämiert und teilweise verwirklicht.

Die Ausbildung zum Grafik-Designer, welche neben grundlagenbezogenen Aspekten vor allem eine sehr anwendungsorientierte Vermittlung unterschiedlicher Gestaltungskompetenzen beinhaltet.

Ausgehend von einer intensiven Auseinandersetzung mit gestalterischen, grafischen und typografischen Grundlagen wird der Fokus dieser Ausbildung schrittweise hin auf eine konkrete, anwendungsbezogene Projektarbeit gerichtet, welche den Designprozess mit seinen unterschiedlichen Stufen abbildet.

Die jeweiligen Inhalte beziehen sich auf die für die Berufspraxis erforderlichen Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten und reichen von Arbeiten im Bereich Corporate Design über das Erstellen unterschiedlicher Printmedien bis hin zu freien, illustrativen Produkten.

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Repro- und Drucktechnik

PRINT kann viel!

Print hat auch im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung ZUKUNFT, denn Druckprodukte umgeben uns im Alltag auf vielfältigste Weise.

Attraktive Produkte wie Zeitungen, Plakate, Flyer, Broschüren und kreative Verpackungen werden in den Produktionsstufen im Prepress-, Press- und Postpressbereich unter Beachtung des Datenhandlings und der Einflussnahme von Bedruckstoff, Farbe und anderen Hilfsmitteln hergestellt. Dabei kommen sehr spezifische Technologien zur Anwendung.

Anhand von Projekten lernen Sie hier die Entstehung von sehr unterschiedlichen Druckprodukten kennen, aber auch die Verbindung zu den Digitalmedien, denn Print ist inzwischen auch crossmedial.

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Marketing/Werbung

In diesem Fach beschäftigst du dich mit Inhalten/ Methoden der Marktforschung und Marktprognose. Du lernst auch, wie Unternehmen ausgehend von den Ergebnissen der Marktforschung ihre Produkt/Sortimente planen/ neue Produkte entwickeln und deren Attraktivität bewerten.

Du erfährst, wie man Preise für diese Produkte kalkuliert, einen geeigneten Vertriebsweg findet. Du beschäftigst dich ausführlich mit dem Prozess der Werbeplanung - lernst beispielsweise, wie man Zielgruppen definiert, eine zielgruppentypische Werbebotschaft formuliert/ ein entsprechendes Storyboard erarbeitet und den geeigneten Werbeträger findet.

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Kunstgeschichte

Der Unterricht der Kunstgeschichte in der Freien Grafikschule beginnt mit einer ausführlichen Übersicht über die Kunst von der Antike bis zur Neuzeit. So werden alle Schüler auf einen einheitlichen Kenntnisstand gebracht und können Wechselwirkungen und Zusammenhänge dieser Zeit anschaulich überblicken.

Anschließend wird schwerpunktmäßig die bildende Kunst der Moderne betrachtet. Neben Einblicken in die verschiedene Gattungen wie Malerei, Bildhauerei, Architektur und Gebrauchskunst werden auch neue Wege in der Gestaltung des 20./21. Jh. sowie Eigenheiten des Kunst- und Kulturbetriebs nähergebracht.

Ein zweiter Unterrichtsschwerpunkt in diesem Fach ist die Designgeschichte. Angepasst auf den Ausbildungsgang werden hier beginnend mittels geschichtlicher Einblicke besonders Aspekte des Grafikdesign (Plakatgestaltung, Schriftgestaltung, Typografie, Kommunikationsdesign, Werbung, namhafte Designer, Designschulen, Designverbände und -organisationen) und deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge betrachtet.

Diese Auseinandersetzungen sollen die Analysefähigkeiten der Auszubildenden fördern und ihnen ein reichhaltiges Fachvokabular für ihre berufliche Praxis zur Seite stellen.

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Recht

In diesem Fach lernst du die verschiedenen Vertragsarten und die Rechte und Pflichten für die Vertragspartner kennen.

Du erhältst einen Überblick über den Schutz des geistigen Eigentums und beschäftigst dich intensiv mit dem Schutz deiner künstlerischen Werke durch das Urheberrecht, das Geschmacksmusterrecht, den Markenschutz oder das Wettbewerbsrecht.

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